Selbstdiagnose

Selbstdiagnose
Selbstdiagnosen sind sehr umstritten und können mitunter gefährlich sein.

Bei einer Selbstdiagnose (auch Eigendiagnose) recherchiert der Patient seine Symptome anhand des Internets (Dr. Google) oder mit Hilfe von Literatur (Magazine, Bücher, etc.) selbst und kommt schlimmstenfalls zu einer falschen Krankheitsfindung, da die professionelle Anamnese und Diagnose durch einen Arzt fehlt.

Diagnosefindung

Selbstdiagnosen werden nicht ganz unbegründet sehr umstritten betrachtet. Zur professionellen Diagnosefindung in der Medizin sind die Angaben des Patienten über Symptomatik, zeitlichen Ablauf und Begleiterscheinung sowie über Veranlagungen und Vorerkrankungen unverzichtbar. Eine adäquate Auswertung dieser Informationen ist für einen Patienten ohne ausreichende fachliche Kenntnis unmöglich. In welche Richtung diagnostisch und therapeutisch vorgegangen werden soll, sollte folglich von der Expertise eines Arztes abhängen.

Im schlimmsten Fall führt eine digitale Selbstdiagnose dazu, dass eine gezielte Behandlung einer Krankheit verspätet erfolgt. Die Informationen im World-Wide-Web sind nicht selten von unterschiedlicher Qualität und könnten und sollten den Gang zum Arzt nicht ersetzten.

Jedoch sollten Eigendiagnosen vom behandelnden Arzt nicht generell verworfen werden. Die Beobachtungen und Recherchen des Patienten können auch bei fehlerhafter Interpretation wichtige anamnestische Hinweise geben.

War dieser Artikel hilfreich?

Schreibe einen Kommentar