Vitalzeichenkontrolle

Vitalzeichenkontrolle
Abb. 1.1 Zu den Vitalzeichen gehören vor allem Puls, Blutdruck (RR) und Körpertemperatur

Bei der Vitalzeichenkontrolle werden alle von außen wahrnehmbaren Lebensfunktionen (Vitalzeichen) des Menschen überprüft. Zu den wichtigsten Vitalzeichen zählen Atmung, Herztätigkeit (Blutdruck und Puls), Bewusstsein (Vigilanz) und Körpertemperatur. Zur Kontrolle der Vitalzeichen gehört das Ansprechen des Patienten (Überprüfung des Bewusstseinsstatus), sowie die Messungen selbst.

Synonym:
Lebenszeichen
Abstammung:
lat.: vita = Leben
Englisch:
vital signs

Kontrolle der Vitalzeichen

  • Puls und Blutdruck (Beurteilung des Kreislaufs)
  • Körpertemperatur
  • Atemfrequenz
  • Vigilanz (Wachheit, Bewusstsein)
Gut zu Wissen:Unter Vitalfunktionen versteht man die Atmung, die Körpertemperatur und den Kreislauf (arterieller Puls und arterieller Blutdruck). Deren unterbrechungsfreie Funktion ist für die Aufrechterhaltung menschlichen Lebens unabdingbar.

Indikationen

Das Kontrollieren von Vitalzeichen dient, im Rahmen der Notfallversorgung, der ersten Orientierung. Weiter ist sie bei der klinischen Erstuntersuchung bzw. Patientenaufnahme indiziert. Im Klinikalltag gehört die Überprüfung der Vitalfunktionen zur täglichen Routine des Pflegepersonals. Engmaschige Überwachungen (Monitoring) sind vor allem bei folgenden Kriterien wichtig:

  • bei intensivpflichtigen Patienten
  • im Rahmen der postoperativen Patientenversorgung
  • bereits bekannten und schwerwiegenden Herz-Kreislauf-Erkrankungen

Medizinische Bedeutung

Liegt eine Störung der Vitalfunktionen vor, führt dies zu einer Minderversorgung des Gehirns mit Sauerstoff oder es kann zu einer Bewusstseinsveränderungen kommen. Dies kann bereits nach kurzer Dauer zu einem Hirntod führen. Die Kontrolle der Vitalfunktionen, neben der klinischen Routine, vor allem, im Rahmen der notfallmedizinischen Versorgung, ein unverzichtbarer Bestandteil der lebensrettenden Sofortmaßnahmen.

Quellen

  • Pflege, Menche, N. (2014). Pflege Heute: Lehrbuch für Pflegeberufe (6. Aufl.). Urban & Fischer Verlag/Elsevier GmbH. – ISBN 978-3437267741
War dieser Artikel hilfreich?

Schreibe einen Kommentar